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Hans-Joachim Kegel

† 14.04.2026
Erstellt von Redaktion Verlag
Angelegt am 25.04.2026
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Gedenkkerze

Volker Schmidt

Entzündet am 28.04.2026 um 02:16 Uhr

Ich war auch seit ich 13vJahre alt war bis 1978 im Bergingszug des THW Korbach, anfangs noch unter Herrn Intemann und Herrn Preuße, mein Vater Günter Schmidt war auch dabei und fürvden Funk und die Geldtelefone zuständig. Später ging die Leitung an Herrn Stefan und wieder war auch der Herr Preuße mit dabei. Ich verließ dann Korbach und studierte in Gießen und München, war auch dort im THW, das waren aber im Vergleich zu Korbach eher seelenlose Haufen mit vielen Leuten, die da sein müssten und kaum Leuten, die auch wollten, man hat dort hauptsächlich das Material geputzt. In Korbach war es viel besser gewesen aber auch hier spürte man bei manchen, daß sie da waren, weil sie es eher nur als Ersatzdienst runterrissen, daneben gab es aber noch den Kern der Leute, die schon vor dieser Ersatzdienstmöglichkeit da waren.

1997 kam ich zurück nach Korbach, Herr Preuße war noch da, mein Vater auch und noch die meisten von früher und viele neue und nach Herrn Stedes Tod hatte Herr Kegel die Leitung übernommen. Es gab eine aktive Jugendgruppe mit Billiard Tisch, mit der wir alten Hasen aber kaum in Kontakt waren. Ich war damals eher bei den Holzfällern unterwegs, was ich schon immer gerne gemacht hatte. Natürlich hätte ich für den Katastrophenfall auch eine Ausbildung im Brennschneiden und im ABC Schutz, aber das Fällen von Bäumen in schwierigen Lagen war meine eigentliche Leidenschaft. Mir fehlte aber irgendwie der alte Geist, die Geschlossenheit der Gruppe und vielleicht war ich auch einfach nur viel zu lange weg gewesen und so verließen mein Vater und ich den Ortsverband.

Nun sterben wir älteren Kameraden nach und nach weg, wie es der Lauf der Zeit mit sich bringt und die Jungen tragen die Fackel weiter, Menschen wie du und ich, denen klar ist, daß es im Notfall ausgebildete Helfer braucht, Helfer und Helferinnen, denn zum Glück ist das THW inzwischen auch für die Frauen offen und das ist auch gut so.

Wenn ich am THW vorbeilaufen freue ich mich immer über den Zug, der dort zum Üben steht, das macht schon etwas her.

Was mich auch gefreut hat, das war die Schnelligkeit beim Einsatz in New Orleans in den USA, als das Korbacher THW noch vor der örtlichen Zivilschutzorganisation einsatzbereit war und die allerwichtigsten Aufgaben übertragen bekam und mit Bravour erledigte, die WLZ hatte auch darüber berichtet. 

Das ist es, was die Mitarbeit im THW oder den anderen Katastrophenschutz Diensten ausmacht, man ist da, wenn man gebraucht wird und hilft auch dann, wenn es schwer ist und es um (Über)Leben und Tod geht. Jede und jeder auf seinem Platz, Seite an Seite und mit vollem Einsatz.

Unser lieber Jochen Kegel hat die Fackel getragen, erst als normaler Kamerad und später als Ortsgruppenleiter und dafür kann unser Ort und unsere Region dankbar sein.

Den Kameraden vor Ort und den benachbarten Ortsverbänden und in den höheren Ebenen, Kreisverband und Landesverband mein aufrichtiges Beileid. Früher hätten wir noch einen Fackelzug für ihn gemacht, diese Zeiten sind wahrscheinlich schon ein paar Jahrzehnte vorbei.

Der Familie und den Angehörigen mein aufrichtiges Beileid, denn so ein Verlust ist so brutal hart und ich hoffe, ihr kommt mit der Zeit darüber weg, eine Lücke bleibt hier auf Erden bis wir alle nach und nach dereinst die Seite gewechselt haben und uns dort unter unserem Herrn wieder begegnen. Ruhe in Frieden, lieber Jochen und Danke.

 

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Gedenkkerze

trauer.wlz-online.de

Entzündet am 25.04.2026 um 06:32 Uhr

WLZ

vom 25.04.2026